Dienstag, 26. August 2014

4.Tag | Auf zum Krüger

Der Tag beginnt wieder recht früh (Aufstehen gegen 7Uhr, Abfahrt gegen 8Uhr), da erneut eine recht große Strecke bis zur Lodge vor dem Krüger Park vor uns liegt und einige Stopps geplant sind. Auf dem Rückweg vom Frühstück begrüßen uns ein paar Affen auf und um die Chalets. Guide Chris berichtet später, dass diese auch Anni's Kekse aus dem Bus geklaut haben, weil die Tür nicht richtig geschlossen hatte.
 

Vor Abfahrt steht noch eine kleinere Wanderung durch den Blyde River Canyon auf dem Programm, mit kleinen Wasserfällen und schönen Aussichten auf die Three Rondavels aus einer anderen Perspektive.



Ein erster Stopp sind die Bourke's Luck Potholes (zu deutsch: Bourkes Glück-Strudellöcher), die eigentlich schon gestern auf dem Programm standen.
"An der Einmündung des Treur River in den Blyde River ist durch die Erosion des fließenden Wasser im Dolomitgestein ein Canyon entstanden [...]. Durch weitere Auswaschungen, insbesondere durch die Bewegung von Steinen in Strudeln, sind tiefe Strudellöcher und Röhren in das Felsgestein geschliffen worden. Benannt wurde die Sehenswürdigkeit nach dem Goldsucher Tom Bourke, der an diesem Ort eine geringe Menge Gold fand (die zugehörige Goldader befand sich jedoch außerhalb seines Claims)." (Wikipedia)





Weitere Stopps machen wir am "J.G.Strijdomtonnel", bei einem Reptilien-Reservat und auf einer südafrikanischen Farm, auf der ein riesiger Affenbrotbaum “Baobab” steht.






Wieder kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir über staubige, wellige Sandstraßen unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte - die Shalati Adventure Lodge in Manyeleti. Kleine, einfache Rundhütten, in denen man nachts die Big Five hören können soll. Das Schlafen unter dem Moskitonetz fand ich ziemlich beengend.





 
 

Montag, 25. August 2014

3.Tag | In den Blyde River Canyon

Heute geht es weiter über die Panorame Route in den Blyde River Canyon - dem nördlichen Teil der Drakensberg. Johannesburg steht bei Marco Polo nicht weiter auf dem Programm, da es zu gefährlich sei. Auf der recht langen Busfahrt von 7 Stunden gibt es einen Rast-Stopp mit besonderer Aussicht vom Herrenklo, es wird eine Vorstellungsrunde durchgeführt und es gibt Reiseinformationen sowie erste Informationen zu Land, Geschichte und Kultur von unserem Scout Chris.

Hier ein paar Fakten (Danke an Anni für's Mitschreiben!)

- 80% der südafrikanischen Einwohner sind Schwarze
- 42% der Einwohner sind unter 24 Jahre
- 1990 – Beginn der Aufhebung der Apartheit, Nelson Mandela kam überraschend frei
- 1994 – Ende der Apartheit und die ersten freien Wahlen
- Arbeitslosenquote: rund 35%
- Südafrika hat 11 offizielle Landessprachen (Afrikaans war die Sprache der Apartheit und ist heute noch die Muttersprache von etwa der Hälfte der Weißen. Nichtmal 1% der Schwarzen sprechen Afrikaans). Zum größten Teil wird noch Zulu, Xhosa, Sepedi und Englisch gesprochen.



Am Nachmittag gibt es auf der Fahrt noch zwei Sightseeing-Stopps:
- zum einen am "God's Window" - ein Aussichtspunkt in der Nähe der Panorama Route nördlich von Graskop in das rund 700 Meter tiefer liegende Lowveld. In dem Film "Die Götter müssen verrückt sein" schmeißt hier der kleine Buschmann die Colaflasche vom Ende der Welt.
- zum anderen bei den "Three Rondavels" (auf deutsch "Drei Rundhütten"). Die drei Felsen sehen tatsächlich aus wie drei afrikanische strohgedeckte Rundhütten und die Aussicht ist einfach genial.






Kurz vorm Dunkelwerden beziehen wir dann die zweite Unterkunft, das "Forever Resort" in Blydepoort.

Sonntag, 24. August 2014

2.Tag | Radtour durch das Township

Nach der Landung um 7:30Uhr in Johannesburg trifft nun zum ersten Mal die ganze Reisetruppe bestehend aus 23 People und Scout Chris aka John aufeinander. Schnell wird der Bus gerufen, beladen und auf geht's schon zum ersten Programmpunkt - die Radtour durch das Township Soweto (Abk. für "South Western Township"), eine Vorstadt von Johannesburg. Nach kurzer Einweisung radeln wir gemeinsam mit unserem Guide Jazz durch verschiedenste "Siedlungs-Styles" innerhalb des Townships: Blechhütten, feste Häuser, ungenutzte staatliche Wohnprojekte und fast schon Villen. Es ist Sonntag Vormittag, die meisten Menschen sind zu Hause, kümmern sich um ihre Wäsche oder - sofern vorhanden - Autos, überall läuft Musik und Kinder lassen uns entlang des Weges mit "Give me Five" abschlagen.






Bei einem kurzen Zwischenstopp in einem Wellblechhütten-Pub gibt es selbstgebrautes Bier, Rinderbäckchen und mealie-pap (Getreidebrei aus Maismehl). Da alle Reiseführer empfehlen, strikt nach der Philosophie "Cook it, peel it or leave it" zu handeln, ist das schon eine kleine Überwindung... Das Bier ist zwar nicht besonders lecker, wird aber von den meisten mit einem ordentlichen "Aaahh" als Anerkennung für die bierbrauenden Frauen quittiert. Die Bäckchen fand ich zusammen mit Salz und einer schön scharfen Chili-Paprika-Würzmischung ganz gut. Weiter geht es mit Zwischenstopps an Nelson Mandelas ehemaligem Haus und der Gedenkstätte für den Studentenaufstand des 16.Juni 1976 und schließlich zurück zum Verleih, wo uns inzwischen ein erstes südafrikanisches Braai zubereitet wurde (Braai = Afrikaans für braten; bezeichnet man die Variante des Grillens, die in Namibia und Südafrika gepflegt wird).




Am Nachmittag fahren wir dann zur ersten Unterkunft - der Zulu Nyala Country Manor Lodge nördlich von Johannesburg. Mit einem ersten südafrikanischen Bier, Blick auf Zebras und anschließendem Buffet klingt der erste Tag dann aus.



Erkenntnisse des Tages:
  • Südafrikanische Salzsteuer haben ein Loch, Pfeffer drei
  • die Sonne geht auch im Osten auf, nimmt aber im Norden ihren Lauf
  • es ist Linksverkehr - als Radfahren und Fußgänger guckt man ständig zur falschen Seite
  • es ist Winter: gegen 18Uhr wird es dunkel und ziemlich schnell kalt

Samstag, 23. August 2014

1.Tag | Los geht's - mit minus 5min Verspätung bei der Bahn

Heute beginnt es also - das große Abenteuer, auf das ich mich seit gut zwei Monaten so sehr freue. Nachdem sich meine komplette zukünftige Lebensplanung noch einmal über den Haufen geworfen hat, wollte ich mir nun erst einmal eine Auszeit gönnen und einen schon lang ersehnten Traum erfüllen - den Traum einer Abenteuer-Reise: darunter stelle ich mir vor, einen anderen Kontinent, ein fernes Land, eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, andere Menschen und eine ganz andere Kultur kennen zu lernen. Nach kurzer Recherche im Internet, bin ich recht schnell auf die Südafrika-Reise von Marco Polo Young Line Travel gestoßen und habe diese kurze Zeit später auch gebucht.

Aus Hamburg bin ich bereits am Vortag mit dem Zug angereist und verbringe noch eine Nacht bei Miri&Uli. Erstaunlicherweise kam der Zug in Frankfurt mit -5 Minuten Verspätung an. Ja, die Deutsche Bahn hat es tatsächlich geschafft, nicht nur pünktlich, sondern früher anzukommen - komisch, das ist ihr während eines Jahres Pendeln zwischen Hamburg und Frankfurt kein einziges mal gelungen.

Gegen 18 Uhr mache ich mich auf zum Flughafen Frankfurt (Danke Uli für den Taxidienst!) und treffe mich nach dem Check-In mit einigen Mitreisenden im McDonalds. Nach gemeinsamen Warten und Boarding sitzen wir jetzt aber über das ganze Flugzeug verteilt - Kennenlernen wird also auf den nächsten Tag verschoben. Neben mir sitzt eine ältere Dame, die eine ziemlich ähnliche Reiseroute mit einem anderen Anbieter macht. Wir sind gespannt, wie oft wir uns wohl über den Weg laufen werden...

Leider gelingt es mir nicht, während des Nachtflugs einzuschlafen. Dank des sehr guten Film-Programms der South African Airlines vergehen die knapp 11 Stunden Flug dann aber doch wie im Flug... :)

Die Reise-Strecke für die kommenden 21 Tage (Quelle: Marco Polo)

Donnerstag, 31. Juli 2014

Wandern in der Sächsischen Schweiz


Recht spontan habe ich mich dazu entschlossen, ein paar Tage in der Sächsischen Schweiz zu verbringen, um ein einige Wanderungen und Klettersteige zu machen. Nutzen wollte ich diese Gelegenheit dann auch, um die für den Südafrika-Trip gekauften Outdoor-Klamotten zu testen.

Günstige Bahnfahrten waren (ausnahmsweise) schnell gefunden und schon befinde ich mich am Dienstag nach der Arbeit im Zug von Hamburg nach Bad Schandau. Angekommen in Bad Schandau erwartet mich ein kräftiges Gewitter, sodass ich mir ein Taxi zum Hotel Zur Eiche leiste. Drei schöne Wanderungen, teils über Stiegen oder Klettersteige, habe ich mir für die nächsten Tage ausgesucht...

Montag, 28. Juli 2014

Streifzug durch den Hafen (Blue Port)

"Blue Port ist ein Lichtkunst-Projekt, das den Hamburger Hafen in mystisches Licht hüllt & parallel zu den Cruise Days stattfindet."











Samstag, 12. Juli 2014

Tour der Kontraste

Die schicke Hamburger "Skyline" mit Michel, Landungsbrücken, Speicherstadt und Elbphilharmonie auf der einen Seite, gigantische Hafenkräne, Containerberge, riesige Industrieanlagen auf der anderen Seite und dazwischen noch Sandstrände an der Elbe und hunderte weidende Schafe auf den Deichen der Süder- und Norderelbe - kontrastreicher kann eine Radtour mit dem Ziel Wilhelmsburg - Europas größte Flussinsel - "zu umrunden" gar nicht sein.